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Intime Details

Die Depiladoras von SINE-SINE haben meistens mit nackter Haut zu tun – fremde Menschen im Intimbereich anzufassen, gehört zum Job. Dabei darf man keine Berührungsängste oder Schamgefühl haben, wie mir die Depiladora Suzanna aus dem Studio Düsseldorf erzählt. Sie setzt ganz auf Professionalität im Umgang mit Waxing und Sugaring im Intim-Bereich. Am besten sei es, sich wie ein Arzt zu verhalten, meint sie. In einem Gespräch gehen wir endlich ein Thema an, das Viele interessiert, und schaffen Klarheit: Ein Intim-Waxing ist eben nur ein Intim-Waxing.

SINE-SINE: Hast du eigentlich auch männliche Kunden?

Suzanna: Natürlich, sogar sehr viele. Heutzutage legen viele Männer wert auf ein gutes Hautgefühl. So lassen sich zum Beispiel viele Sportler die Beine und die Achseln waxen. Sportler machen das vor allem auch deshalb, weil sich Verletzungen wie Schürfwunden oder tiefere Kratzer einfacher behandeln lassen. Einige Männer lassen sich auch ihren Rücken waxen oder sugarn. Und eigentlich gehört es mittlerweile auch bei Männern dazu, untenrum die Haare im Zaum zu halten.

SINE-SINE: Haben deine Kunden denn keine Skrupel, sich von einer Frau waxen oder sugarn zu lassen?

Suzanna: Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, die sind sogar froh, dass das eine Frau macht. Wenige Männer würden sich im Intimbereich von einem anderen Mann berühren lassen. Wahrscheinlich haben es deshalb Männer in unserem Beruf schwer.

SINE-SINE: Wie gehst du denn damit um? Gibt es auch peinliche Momente?

Suzanna: Ich habe das noch nicht erlebt. Für mich ist das mein Beruf. Ich habe das in meiner Ausbildung zur Kosmetikerin gelernt. Ich möchte meinen Kunden und Kundinnen immer das Gefühl geben, dass sie sich wohlfühlen können. Deswegen ist es wichtig, dass ich mich völlig normal und locker verhalte. Wir wurden vor der Einstellung auch gefragt, ob wir ein Problem mit männlichen Kunden haben. Ich kann Kolleginnen verstehen, die da Berührungsängste haben. Aber für mich ist das unproblematisch.

SINE-SINE: Empfindest du selbst keine Scham, wenn du fremde Menschen im Intimbereich behandelst?

Suzanna: Nein, überhaupt nicht. Ich betrachte es, wie ein Arzt das auch tun würde. Das ist mein Job! Wichtig ist, dass ich professionell bleibe. Es gibt nichts Schlimmeres, als zu kichern oder sich sonst affektiert zu verhalten. Dann fühlen sich die Kunden unwohl. Solche Kolleginnen habe ich auch gar nicht. Wir alle sehen das sehr sportlich, zupfen mit großer Akribie das letzte Haar mit der Pinzette heraus.

SINE-SINE: Nimmst du denn wahr, dass deine Kunden Scham empfinden, wenn sie nackt vor dir liegen?

Suzanna: Manche fühlen sich vielleicht nicht wohl. Deswegen achten wir auch darauf, dass man zu keinem Zeitpunkt komplett nackt sein muss. Aber es kommt ja auch immer auf mein Verhalten an. Da muss jeder Griff sitzen, es muss zügig gehen und ich muss mich völlig natürlich verhalten. Mit dem richtigen Gesprächsthema kann man jeden Kunden ablenken - spätestens aber dann, wenn ich von drei runterzähle und sie sich auf das Abziehen des Wachses vorbereiten müssen.

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