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Sugaring in Frankfurt

Seit Mitte Juli letzten Jahres arbeitet Kim bei SINE-SINE in Frankfurt. Neu ist sie in der Waxing-Branche aber nicht. Seitdem sie zu SINE-SINE übergetreten ist, schwört sie auf eine Behandlung ganz besonders: Das Sugaring. „Ich hatte vorher gar keine Möglichkeit, damit zu arbeiten. Das Sugaring wird ja auch nur hier angeboten“, erzählt sie. Mittlerweile arbeitet sie am liebsten mit Zucker, eine Abkürzung für die klebrige Paste, die kein Haar am Körper lässt. Das wollten wir genauer erklärt bekommen und baten sie zum Interview.

SINE-SINEWas ist Sugaring denn genau?

Kim: Zuckerpaste aus Zucker und Zitrone – ganz einfach, ganz natürlich und frei von jeglichen Zusatzstoffen. SINE-SINE stellt es sogar selbst her.

SINE-SINEEine Behandlung mit einer Zuckerpaste klingt erst einmal nach einem Peeling. Wieso kann man mit ihr Haare entfernen?

Kim: Dafür können wir ja erst einmal einen Vergleich aufstellen: Wir bieten in unseren SINE-SINE-Studios gesondert Zuckerpeelings an. In ihnen sind einzelne Kristalle enthalten, die nur dem Zweck dienen, die Haut zu peelen. Bei der Zuckerpaste für die Sugaring-Behandlung sind die Kristalle zu einer klebrigen Masse aufgelöst. Es fungiert nicht mehr in erster Linie als Peeling, hat aber praktischerweise diesen Effekt. Ähnlich wie das Wachs beim Waxing, umschließt die Zuckerpaste die Haare, die man mit einem Ruck entfernen kann.

SINE-SINEWorin genau besteht dann der Unterschied zwischen Sugaring und Waxing? Was kann Zucker, was Wachs nicht kann oder umgekehrt?

Kim: Sugaring reizt die Haut weniger als das heiße Wachs. Aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe greift es die Haut auch nicht an. Allergiker haben damit weit weniger Probleme. Es brechen außerdem während der Behandlung weniger Haare ab. Man kriegt sie also besser zu fassen. Dann ist da natürlich noch die desinfizierende Wirkung, die Zucker hat. Aus diesem Grund werden Salz und Zucker ja auch in den Peelings verarbeitet. Eine Entzündung der behandelten Region kommt damit eigentlich nie vor. In manchen Körperbereichen ist es aber schwierig, mit der Zuckerpaste zu arbeiten. Das trifft ganz besonders auf die kleinen Partien zu, an denen Präzision gefordert ist. Man kann beim Sugaring nicht so punktuell arbeiten wie beim Waxing. Augenbrauen formen oder Nasen- und Ohrenhaare entfernen, ist zum Beispiel ungünstig. Deshalb schwenken wir in solchen Fällen lieber auf das pinke Wachs um.

SINE-SINEWird deshalb nach einem Intim-Waxing auch ein wenig mit Sugaring nachgeholfen, damit auch wirklich alle Haare weg sind?

Kim: Je kürzer die Haare sind, desto eher eignet sich das Sugaring als Behandlungsmethode. Die Zuckerpaste kann man besser in die Haare einarbeiten – so bekommt man auch kürzere und besonders feine Härchen umschlossen und herausgezogen. Wenn also beim Waxing Haare brechen, kriegen wir es mit der Zuckerpaste ausgebügelt. Übrigens können wir sehr gut sehen, ob man sich vorher die Haare rasiert hat oder ob man sich die Haare nur durch Wachs oder Zucker entfernen ließ. Die Haare werden sehr viel weicher – und damit meine ich auch, wie die Haarwurzeln verankert sind. Sie können das ja einmal testen und ein nachwachsendes Haar mit einer Pinzette von der Haut lösen. Manche Haare lassen sich butterweich herausziehen. Deshalb wird man auch mit jeder folgenden Behandlung schmerzunempfindlicher. Der Unterschied ist so groß, dass ich Sugaring gegenüber der Rasur immer empfehlen würde.

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Worauf setzt du persönlich?

Kim: Ich arbeite am liebsten nach der Sugaring-Methode. Allein das Verstreichen macht schon mehr Spaß als beim Waxing. Man hat einfach auch ein besseres Gefühl für die Materie, weil man die Zuckerpaste mit den Fingern aufträgt und nicht mit einem Holzspatel. Man kann die Paste auch wesentlich besser in die Haare einarbeiten. Man muss natürlich darauf achten, dass man die Haut gespannt hält, wenn die Sugaring-Paste an der Haut entlang gezogen wird. Aber dann hat man schnell ein sauberes Ergebnis. 

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Was rätst du Neulingen für die ersten Behandlungen? Sugaring oder Waxing?

Kim: Gerade beim ersten Mal ist die Haarwurzel noch viel fester in der Haut verwurzelt als nach einigen Behandlungen. Die erste Behandlung tut den meisten Kunden noch sehr weh. Es ist natürlich eine Typ-Frage. Aber ich würde für den Einstieg das Waxing empfehlen. Ich schaue mir immer erst den Haarwuchs an und entscheide mit dem Kunden zusammen, nach welcher Behandlung die Haare nun entfernt werden sollen. Unsere Kunden können natürlich auch beides ausprobieren – auf der einen Seite zuckern, auf der anderen waxen. Das macht ja auch keinen Unterschied, weil wir für Sugaring im Intimbereich in den deutschen Studios den gleichen Preis haben wie fürs Waxing. Wenn die Haare besonders lang sind, empfehle ich immer, auf das Waxing umzusteigen. Viele Kunden haben die Erfahrung gemacht, dass es dann weniger schmerzt als beim Sugaring. Aber ich gebe immer den Rat, mehr als nur ein Mal Sugaring auszuprobieren. Es lohnt sich. Das Schmerzempfinden verändert sich und nimmt ab. Nicht zuletzt ist das Ergebnis einfach besser. Man muss sich einfach nur ein bisschen trauen.

SINE-SINEEinmal Sugaring, immer Sugaring? Bleiben Frauen und Männer bei der Waxing-Alternative nach einer Kostprobe?

Kim: Ja. Die meisten bleiben beim Sugaring. Obwohl die Männer generell lieber waxen lassen – vor allem im Intimbereich. Ich schätze, 60%-70% derjenigen, die Sugaring ausprobiert haben, bleiben auch dabei.

SINE-SINEWie gehst du mit unverbesserlichen Angsthasen um?

Kim: Ich denke, man muss die Kunden einfach ablenken. Einerseits soll so ihre Scham verfliegen. Sie sollen ja auch nicht verkrampfen und immer wieder die Beine anziehen, wenn gerade frisch Wachs in die Beinfalte aufgetragen wurde. In solchen Momenten konzentrieren sie sich einfach zu sehr auf ihren Schmerz. Ich rede also häufig über Freizeit-Themen mit ihnen. Die meisten kommen ja zu uns, um sich auf ihren Urlaub vorzubereiten. Das ist das perfekte Gesprächsthema. Es gibt aber auch Kunden, die weniger redselig sind. Darauf muss ich natürlich auch Rücksicht nehmen. Mit anderen wiederum mache ich zwischendurch eine kleine Pause, damit sie ihren Körper vor lauter Anspannung nicht noch mehr verkrampfen. Die Pause dient zum Ausatmen – vergessen viele einfach! Ich selber kenne den Schmerz ja auch, da ich die Haarentfernung mit Wachs und Zucker ja auch an mir vornehmen lasse oder selbst vornehme. Ich kann mich also gut in die Kunden hineinversetzen. Nach der Pause merken sie aber schon von selbst, dass die Behandlung mit dem Ein- und Ausatmen schon besser verläuft (lacht)!

 
 

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