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Pink Food

Als Maria Bauer mich anrief um mich zu fragen, ob ich Lust hätte für SINE-SINE über Pink Food zu schreiben, war ich sofort begeistert. Essen und über Essen zu schreiben ist genau mein Ding. Aber dann dachte ich: Oje, Pink! Was gibt´s denn da zu essen? Was zum Kuckuck ist denn Pink? Mir fielen spontan Macarons ein, Zuckerwatte oder vielleicht etwas mit Himbeeren oder roter Bete. Maria streute noch ein Kalbschnitzel ein und dann endete das Telefonat mit: „Streu einfach überall rosa Pfeffer drauf oder tauch es in rote Bete Saft.“ Lachen! 

Ich fing an über Pink nachzudenken. Ich dachte an Hello Kitty, Barbie, Daniela Katzenberger, kurzum an Mädchen und Mädchenaccessoires. Natürlich gibt es auch Männer, die Pink im Kleiderschrank haben, aber wenn man sich die Mädchen- und Jungenabteilungen in den Geschäften anschaut, fällt einem auf den ersten Blick auf, welche Farbe wo dominiert. Das war aber nicht immer so. Vor gar nicht allzu langer Zeit steckte man die kleinen Prinzen in rosa und pinke Tüllkleidchen als Zeichen dafür, dass sie junge Monarchen waren. Rot war und ist die Farbe der Könige. Wieso sich das auf einmal gedreht hat, weiß ich leider auch nicht genau, aber eine gewisse Dame, die mit einem gewissen Ken verheiratet ist (bzw. hat sie sich glaube ich offiziell wieder von ihm scheiden lassen), wird ihren Anteil dazu beigetragen haben.

Wenn ich meinen eigenen Kleiderschrank aufmache, dann entdecke ich relativ wenig pink und auch sonst sehe ich mich nicht als typisches Mädchen. Natürlich hatte ich als Kind Barbies und Puppen, habe auf jeder Burg Prinzessin gespielt und alle Arielle Lieder rauf und runter gesungen. Gleichzeitig war ich aber auch Mitglied in einer Bande und musste mit einem Handfeger von Erde und Gras gesäubert werden, bevor ich wieder ins Haus durfte. Und ja, ich habe mich auch mit einem Jungen gekloppt - nicht gehauen, nicht gezankt - nein, einfach richtig gekloppt. Man kann mich also nicht wirklich in eine Schublade stecken, wie die wenigsten von uns.

Und genauso ist es doch auch mit Pink. Pink ist nicht rosa. Rosa ist zart, kindlich und irgendwie niedlich. Pink ist auch nicht rot. Rot steht für Leidenschaft, für Gefahr. Rot ist ernst, dramatisch und erwachsen. Pink liegt irgendwo dazwischen. Pink will weder das eine noch das andere sein. Pink ist pink. Pink nimmt sich selbst nicht so ernst und ist doch stark. Pink klingt nach einem Augenzwinkern und einem Ausrufezeichen!

Pink!

Damit kann ich mich anfreunden.

Aber was mache ich jetzt mit ‚Pink Food‘? Doch einfach alles in rote Bete Saft tränken? Das wäre zu einfach. Ich schaue im Internet nach ‚Pink‘. Dort erscheint als erstes die berühmte amerikanische Sängerin, dann ein See in Australien, der aus unbekannten Gründen pink ist und irgendwann lande ich schließlich bei einem Lied von Aerosmith mit dem ganz schlichten Titel: Pink. Ich hatte es schon ewig nicht mehr gehört. Was treibt eigentlich ein paar in die Jahre gekommene Rockstars dazu, dieser Farbe einen Song zu widmen, wo die Herren doch eigentlich so ‚unpinkish‘ sind?  Ich höre mir das Lied an und wie so oft geht es ums Verliebt sein. Es geht um ein Lebensgefühl, darüber alles und sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Und ja, es geht auch um eine Prise Verrücktheit, um das berühmte Augenzwinkern und eine Menge Optimismus. So genau hatte ich noch nie auf dieses Lied gehört. Pink ist ein Lebensgefühl, ein wider Erwarten tolles Lebensgefühl! Es geht darum sich gut zu fühlen -sie merken, wir nähern uns langsam dem Thema ‚Pink Food‘ - Was könnte es für eine bessere Überleitung geben?  Ich bitte darum, dass diese Zeilen in Pink gedruckt werden, damit auch jeder das Augenzwinkern sieht ;)

Da dies mein erster Beitrag ist, will ich mal nicht so sein und tatsächlich ein pinkes Rezept präsentieren. Aber da es bei pink ums Wohlfühlen geht- und damit ist immer Körper UND Seele gemeint, könnte es auch durchaus passieren, dass sich ab und zu ein Rezept einschleicht, dass farblich nicht in das gewünschte Schema passt. Wie gesagt - zur Not einfach ein paar rosa Pfefferkörner drüber streuen. Bei Pink ist alles erlaubt!

Maria und ich sind in Italien zur Schule gegangen, deshalb ist das heutige Rezept eine Hommage an unsere alte Heimat:

Pronti? Andiamo!

 

 

Ricetta del giorno: Risotto con barbabietole e bacon
(Rezept des Tages: Risotto mit Rote Bete und  Bacon)Zutaten (für vier Personen)
400 g Risotto (ich nehme gerne die Sorte ‚Arborio‘)150 g Bacon oder mageren Speck in Würfeln150 g rote Bete (gekocht, vakuumiert) ebenfalls in Würfeln
20 g Butter
½ Glas trockenen Weißwein
50 g Parmesan
1 Schalotte, fein gewürfelt
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
Etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Zubereitung: 

In einem flachen Topf etwas Olivenöl (ca. einen Eßlöffel) erhitzen und den Bacon/Speck darin bei niedriger Temperatur auslassen. Wenn der Bacon/Speck kross ist, aus der Pfanne nehmen und bei Seite stellen. Im gleichen Topf die Schalotte anschwitzen (nicht bräunen!) und den Reis dazu geben. Der Reis sollte glasig aussehen. Die Italiener sagen, der Reis soll ‚schwitzen‘. Den Reis mit dem Weißwein ablöschen und so viel Brühe hinzugeben, dass der Reis knapp bedeckt ist, umrühren. Sobald die Brühe eingekocht ist, mit einer Suppenkelle neue Brühe hinzugeben. Nach ca. 10 Minuten die rote Bete und den Speck hinzugeben. Immer weiter Brühe hinzugeben und rühren! Risotto braucht Zuwendung  ;)  Deshalb rühren, Brühe hinzugeben, warten, ein Glas Weißwein trinken, rühren und so weiter. Nach insgesamt ca. 30 Minuten ist der Risotto soweit. Der Kern muss noch etwas zu spüren sein (al dente). Es soll eine glatte Masse entstehen, die ‚Wellen schlägt‘ (einfach beim Umrühren ausprobieren). Den Parmesan und die Butter dazugeben (das ist gut für die Bindung und gut für den Geschmack). Mit Pfeffer und Salz würzen. Ruhig noch etwas Brühe hinzugeben. Risotto darf keine steife Masse sein, sondern soll auf dem Teller langsam zerfließen. Auf tiefen Tellern servieren und mit etwas Parmesan bestreuen.

Buon Appetito!

 

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