Blogdetail - Sine-Sine

Interview mit Susanne Bauer

Bonn 

Die Welt der haarfreien Zone war für Susanne Bauer absolutes Neuland. Und dennoch tauchte sie ein. Am 8. November 2008 fiel für das erste SINE-SINE Studio in Bonn der Startschuss. Fünf Jahre später ist die SINE-SINE AG auf insgesamt sieben Studios in Bonn, Köln, Mannheim, Frankfurt, Düsseldorf und mit zwei Studios in Wien sogar über Deutschlands Grenzen hinweg herangewachsen. Im Gespräch erzählt Susanne Bauer von den Anfängen der haarlosen Revolution mit SINE-SINE-Siegel und welche Schlüsselstellung die Farbe Pink von Anbeginn hatte.

SINE-SINEWas haben Sie eigentlich in den Ländern, in denen Sie gelebt haben, erlebt, dass Sie den Entschluss gefasst haben, ein Waxing Studio zu eröffnen?

Susanne Bauer: Nach unserer Odyssee über Spanien, Frankreich und zum Schluss Italien sind wir nach Deutschland gezogen. Hier habe ich gearbeitet, wollte mich aber immer schon selbstständig machen. Ich war auf der Suche nach Ideen, was man machen könnte. Das hundertste Café zu eröffnen, wäre natürlich auch eine Möglichkeit gewesen. Aber mir fiel auf, dass es noch kaum Waxing Studios gab. In Berlin traf ich auf welche und auch aus Paris kannte ich sie. In Italien gab es das weniger, aber ich kannte es. So langsam fing es irgendwie an und ich hab mich in diese Welt der haarfreien Zone eingearbeitet (lacht). Ich wusste am Anfang noch gar nicht, ob es in Bonn überhaupt funktionieren würde. Ich bin das Risiko eingegangen und der Erfolg hat mir schließlich Recht gegeben.

SINE-SINEWelche Unterschiede sind Ihnen denn in den jeweiligen Ländern aufgefallen? Wo trägt Mann oder Frau Haare?

Susanne Bauer: In Italien habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zwar viele Schönheitsinstitute gab, Intim-Waxings aber aus welchem Grund auch immer nicht verbreitet waren. Zumindest machte man es nicht so wie bei uns und ging schon gar nicht so offen damit um. In Frankreich hingegen war es ein No-Go, im Intimbereich Haare zu haben. Mittlerweile gibt es dort auch eine Fetisch-Bewegung, wieder Haare wachsen zu lassen. Der Mainstream aber setzt nach wie vor auf „ohne Haare“. In Spanien kommt der arabische Einschlag hinzu. So wissen wir, dass eine arabische Frau erst heiraten kann, wenn sie kein Haar am Körper trägt. Das gehört zur arabischen Kultur wie bei uns der Ehering. Als ich jung war, sind die Leute noch mit Haaren unter den Achseln herumgelaufen.Ich war 19 Jahre alt, da habe ich bei Austrian Airlines gearbeitet. Damals schon gehörte es zum Job als Air-Hostess dazu, sich die Beine und die Achseln zu rasieren. Erst in den letzten 30 Jahren hat es sich durchgesetzt, dass sich die Leute überhaupt rasieren.

SINE-SINEWie findet man den richtigen Namen für das erste Studio?

Susanne Bauer: Das war furchtbar schwierig! Noch in der Findungsphase war ich mit Horst Harald Vieth, der damals noch nicht im Geschäft war, in Köln in einem super netten Weinlokal. Der Wein war so gut, dass das Gläschen gleich leer war. Ich wollte ihm zuprosten und er sagte zu mir „sine“! Dann erzählt er aus seiner Verbindungszeit, dass es einen solchen Ausdruck gegeben habe, als man ganz ohne Schutz gegeneinander antrat. SINE SINE, eben. Und so kam es dann: „SINE-SINE“ – ganz ohne (lacht).

SINE-SINEWas war Ihnen wichtig? Wie sollte SINE-SINE nicht sein?

Susanne Bauer: Billig. SINE-SINE sollte eine Ergänzung zu den beiden Ketten, die es schon gab, sein. Ich wollte noch einen Punkt setzen: Wir machen Waxing, Sugaring, IPL – wir sind das einzige Studio, das alles abdeckt. Wenn ein Kunde zu uns ins Geschäft kommt, will er seine Haare loswerden. Genau da bieten wir einfach alles an.

SINE-SINEWarum pink? Was steckt hinter dem Farbkonzept? Sogar das Wachs ist pink!

Susanne Bauer: Es ist eine freundliche Farbe. Eine Farbe, die bei uns ganz viel ausdrückt: Pink ist irgendwie Kind, Pink ist Barbie, Spielerei, nicht todernst, immer freundlich, Mädchen. Bemerkung von Maria Luise Bauer: Es gibt in Schweden ein Gefängnis, das eine Zelle hat, die ganz in pink gehalten ist. Da kommen die Insassen hinein, die aggressiv sind, sich gestritten haben oder in der Art. Nach einer viertel Stunde sind sie wieder ruhig. Susanne Bauer: Das wusste ich nicht, als ich Pink ausgesucht habe, aber es passt gut (lacht).

SINE-SINEDas wäre nämlich auch eine interessante Frage. Funktioniert das auch für den Mann?

Susanne Bauer: Absolut. Doch am Anfang waren das auch meine Bedenken: Vielleicht ist es zu pink. Ich dachte aber auch an die Farbe der Telekom in Bonn. Bis jetzt habe ich jedoch noch keinen Mann erlebt, den das Pink stört. Im Gegenteil. Und wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Männer, die zu uns kommen, die Farbe als sehr positiv empfinden.

SINE-SINEAm 3. November 2008 fiel für SINE-SINE der Startschuss. Bei mittlerweile so viel Haarentfernung haben Sie doch bestimmt die eine oder andere skurrile Geschichte, oder?

Susanne Bauer: Ein aufregendes Erlebnis ganz zu Beginn, das ich immer wieder mit unseren neuen Angestellten teile, ist die Braut-Geschichte: Wenige Tage vor ihrer Hochzeit kam eine Italienerin in unser Studio und wollte sich die Oberlippe waxen lassen. Sie hatte wahnsinns Haare, unglaublich schöne Locken. Wir hatten zwei Brasilianerinnen – wirkliche Profis – damals im Studio. Eine von ihnen nahm sich ihrer an. Während der Behandlung brach unserer Depiladora plötzlich der Holzspatel ab und landete in den Haaren der Kundin. Ein Albtraum für uns. Nur unsere Kundin hat noch lachen können. Ich kann Ihnen sagen – daraus lernt man!

SINE-SINEWas steht jetzt noch bevor? Die haarlose Revolution für Deutschland?

Susanne Bauer: Die haben wir schon, das ist schon Realität! Die meisten Leute, bis sagen wir 45 Jahren, rasieren sich oder gehen zum Waxing und Sugaring. Die Haarentfernung ist da. Es gibt zwar noch immer viele resistente Männer, die glauben, Haarentfernung nicht zu brauchen. Diese Männer verwechseln Haare auch mit Männlichkeit. Aber manchmal dauert es seine Zeit, bis der Trend in der Männerwelt angekommen ist. Wenn es soweit ist, stehen unsere Studios in Bonn, Köln, Mannheim, Frankfurt, Düsseldorf und Wien ja bereit! Wir verraten den Männern gerne, wovon ihre Frauen träumen (lacht).

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