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Make-up-Pinsel richtig reinigen

Nicht nur eine gewissenhafte Hautpflegeroutine unter Anwendung qualitativ hochwertiger Produkte ist für ein makelloses Hautbild entscheidend – mindestens genauso wichtig, aber oft unterschätzt ist die Reinigung der Make-up-Pinsel. Dabei lagern sich zwischen den Borsten nicht nur Puder- und Foundation-Reste ab, sondern auch Staub und Bakterien, was bei mangelnder Pflege zu Hautunreinheiten und Rötungen führen kann. Worauf Sie bei der Säuberung Ihrer Schminkutensilien achten müssen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Eine Investition fürs Leben

Bei dem Auftragen von Make-up kommt der Wahl des Pinsels eine große Bedeutung zu. Nicht umsonst investieren Frauen, die großen Wert auf einen perfekten Look legen, bis zu mehrere Hundert Euro in ihre Beauty-Helfer. Damit sich diese Ausgaben auch bezahlt machen, ist eine gewissenhafte Reinigungsroutine unerlässlich, um die Langlebigkeit des Pinsels zu gewährleisten. Denn wer seinen Pinsel gründlich und regelmäßig pflegt, wird über viele Jahre hinweg Freude an ihm haben. Erst wenn die Borsten dünner werden und ausfallen, ist es an der Zeit, diesen auszutauschen.

Wie häufig muss ich meinen Pinsel reinigen?

Pinsel, die zum Auftragen von flüssigen oder cremigen Produkten wie Foundation und Concealer verwendet werden, sollten nach jedem Gebrauch gründlich gesäubert werden. Kommt der Pinsel ausschließlich bei pudrigen Texturen zum Einsatz, reicht eine einmal monatlich stattfindende Reinigung, insofern man nur ähnliche Farbtöne mit einem Pinsel verwendet und nicht etwa Puder und Rouge mit demselben Produkt aufträgt.

Welches Reinigungsmittel ist empfehlenswert?

Im Fachhandel und in der Drogerie sind spezielle Pinselreiniger erhältlich, die einfach auf den Borstenkopf gesprüht werden und so dafür sorgen, dass dieser sofort wieder einsatzbereit ist und nicht erst noch trocknen muss. Genauso gut säubern aber auch Baby-Shampoos oder Arztseife, die die Borsten von Öl, Puder und Bakterien befreien, ohne diese auszutrocknen. Gerade bei Echthaar-Pinseln sollte auf milde Produkte geachtet werden, die die empfindlichen Borsten schonen, während man bei der Synthetik-Variante auch ruhigen Gewissens zu ökologischem Geschirrspülmittel greifen kann. Make-up-Schwämme können sogar bei 40 Grad in die Waschmaschine geschmissen werden, ohne dass man um die Haltbarkeit des Produkts fürchten muss.

Wie werden Pinsel wieder sauber?

Haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Pinsel mit Shampoo oder Seife zu reinigen, waschen Sie die Borsten zunächst mit warmem Wasser ab. Geben Sie anschließend eine kleine Menge Shampoo oder Seife darauf und schäumen diese auf. Spülen Sie den Pinsel anschließend mit warmem Wasser gründlich aus, bis sich keine Schminkreste mehr lösen und das Wasser klar ist. Achten Sie insbesondere bei Echthaar-Pinseln darauf, dass Sie den Kopf nicht zu sehr biegen, um ein Brechen kleinerer, fragiler Borsten zu vermeiden. Tupfen Sie den Pinsel dann mit einem Handtuch, Kosmetiktuch oder einem Stück Küchenpapier vorsichtig trocken und lassen ihn kopfüber trocknen. Da gerade Echthaar-Pinsel sehr langsam trocknen, ist es sinnvoll, einen Ersatz zur Hand zu haben. Begehen Sie niemals den Fehler, Ihren Pinsel aus Ungeduld trocken föhnen zu wollen. Das schadet den feinen Haaren nämlich erheblich.

Was gilt es bei Echthaarpinseln zu beachten?

Grobe Echthaarpinsel werden gerne verwendet, um die Augenbrauen in Form zu bringen oder die feinen Wimpernhärchen, die beim Tuschen schnell verkleben, wieder zu trennen. Diese werden in Deutschland für gewöhnlich aus den Borsten von Schweinen hergestellt und sind relativ unempfindlich. Die Reinigung mit Spülmittel kann den robusten Borsten so schnell nichts anhaben. Auch wenn man nicht ganz so viel Vorsicht walten lässt, behalten diese lange ihre ursprüngliche Form. Nichtsdestotrotz sollte man sich beim Kauf von einer erfahrenen Fachkraft beraten lassen und Billigprodukte meiden.
Etwas anders sieht es bei den großen, weichen Pinseln aus, die aus feinstem Echthaar bestehen und vorzugsweise für das Auftragen von Puder und Rouge verwendet werden. Diese sind meist nicht ganz günstig, da sie in einem aufwendigen Prozess aus dem Deck- bzw. Unterbauchhaar von Wieseln, Iltissen oder Ziegen gewonnen werden. Haben Sie vielleicht sogar schon einmal etwas von Kolinsky-Haar gehört? Puderpinsel, die aus diesem Material bestehen, werden aus dem Winterhaar des sibirischen Rotmarders gewonnen und zeichnen sich durch eine hohe Elastizität aus, die für einen besonders gleichmäßigen Auftrag des Make-ups sorgt. Spülmittel oder Shampoo sind hier für eine Reinigung zu aggressiv. Stattdessen empfiehlt es sich, den Pinsel nach jeder Verwendung am Waschbeckenrand kräftig auszuklopfen und Pigmentreste mit einem trockenen Kosmetiktuch abzustreichen. Unser Geheimtipp: Damit Ihre Echthaarpinsel auch über lange Zeit hinweg schön geschmeidig bleiben, sollten Sie diese zweimal jährlich einölen. Geben Sie dazu einen Tropfen Kokosöl in Ihre Handflächen, verreiben es und tupfen die Borsten vorsichtig damit ab. Lassen Sie das Öl anschließend mindestens 48 Stunden einziehen, damit das feine Echthaar nicht verklebt, wenn es zu früh mit Kosmetikprodukten in Kontakt kommt.
Wie reinigen Sie ihre Beauty-Helfer? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!
 

 

 

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